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LACK

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 Martine, 74

Ich kann mich erinnern: Als ich klein war, direkt nach dem Krieg, fuhr meine Mutter Kilometer mit dem Fahrrad, um Essen für uns zu beschaffen. Der Krieg war vorbei, aber es gab nichts. Auch keine Kleidung, zumindest nicht für mich. 

Ich erbte die Sachen von meinem vier Jahre älteren Bruder. Die waren mir zwar viel zu groß und wurden auch nicht für mich geändert und ich schämte mich ein bißchen, so rumzulaufen aber praktisch waren sie schon: in Hosen konnte man nämllich viel besser auf Bäume klettern oder reiten, vor allem weil ich nicht aufpassen musste, da sie sowieso schon alt waren. Kleider habe ich gehaßt und ich wollte nicht, wie ein Mädchen aussehen. Glücklicherweise bin ich dann auf eine private Schule gekommen, an der es keine Uniform gab, sondern jeder kommen konnte, wie er wollte.

I remember: when I was little, right after the war, my mother biked many kilometres to get us something to eat. The war was over over, but we still had very little. And no clothes, especially for me.

As I have a brother, four years older than me, I inherited his clothes. They were much too big and nobody adapted them to my size. I was ashamed to look like that, but at the same time it was quite practical: with pants I could climb trees or ride a horse. I didn´t have to care because these clothes were old already. I hated dresses and I sure didn‘t want to look like a girl. Luckily they put me in a private school. There was no uniform and we could dress as we liked.

 


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