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DEMARCATION

DEMARCATION

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Caroline, 31

Als ich schwanger war, sagte die meine Mutter: so jetzt siehst du mal wie das ist, Mama zu sein, wieviel Arbeit.  Als wenn wir Kinder eine Herausforderung gewesen wären. Dabei fühlte ich mich, als seien wir ihr „einziges Glück“. 

Sie legte - und tut das auch heute noch - extrem viel Wert auf ihre äussere Erscheinung; und auch auf unsere. Es war immer wichtig, was wir trugen. Das hatte den Effekt, daß ich in meiner Jugend extrem revoltierte und meine Kleider eher Säcke waren. Sie hat das gehasst. Sie war es, die kochte und uns anzog; mein Vater hielt sich raus. Ich weiß sie tat nur ihr bestes.

Ich mache das heute mit einer Tochter anders. Zuallerserst bin ich nicht allein verantwortlich für ihre Bedürfnisse. Auch ihr Vater zieht sie an und kocht für uns. Ich glaube, dass unser Verhältnis dadurch entspannter wird. Es gibt nicht nur meine Regeln, meinen Geschmack für sie. Darüberhinaus hat sie durchaus schon ihre eigenen Vorstellungen und macht sich gern schön mt ihren Lieblingsstücken. Und wenn ihre Wahl  absolut gar nicht dem Wetter oder dem Anlass entspricht können wir das bisher immer besprechen. Je weniger Druck ich ausübe, desto weniger muß sie sich wehren. Eigentlich ganz einfach. 

In ihrer Rolle als Tochter ist sie sowieso viel stärker als ich als Mutter: Tochter ist man ein Leben lang und per Geburt. Mutter muß man lernen zu einem Zeitpunkt, an dem man schon viele andere Rollen im Leben hat.  Obwohl ich sie über alles liebe, ist meine Tochter nicht mein einzige Glück.

When I was pregnant, my mother said: ‘So now you see what it‘s like to be a mommy, how much work it is.’  As if we had been a challenge for her. I remember from my childhood that I felt like we - her children - were her ‘only happiness’. 

She attached - and still does today - great importance to her outward appearance; and also to ours. What we wore was always important. As a consequence, I revolted, rather extremely, during my youth and my clothes were just sacks. She hated that. She was the one who cooked and dressed us; my father stayed out of it. I know at that time she was doing her very best.

Today I do things differently with my daughter. First of all I am not the only one responsible for her demands. Her father also dresses her and he cooks for us. I believe our relationship is much more relaxed. There are not only my rules, my tastes for her. Moreover, she already has her own ideas and likes to make herself beautiful with her favourite pieces. And if her choice doesn‘t match the weather or the occasion at all, we can always discuss it (so far). The less pressure I exert, the less she has to defend herself. Actually quite simple. 

In her role as a daughter she is already much stronger than I am as her mom: you are a daughter by birth, and for a lifetime. You have to learn mothering at a time when you already have many other roles in life.  

Although I love her more than anything, my daughter is not my only happiness.


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